Allgemeines über Video-Communities
Der Hauptzweck von Videocommunities besteht darin, Videos auf den Webspace zu laden und diese der Community zu präsentieren. Die Clips sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, so dass die Suche nach bestimmten Clips wesentlich schneller und einfacher von statten gehen kann. Neben der Möglichkeit des Videouploads kann man auch noch die Clips anderer Mitglieder anschauen und bewerten. Hierfür steht eine recht gute Bewertungsfunktion zur Verfügung, die auch dafür sorgt, dass wirklich schlechte Videos auf Dauer in der Versenkung verschwinden.
Zusätzlich zu einer Bewertung kann man auf Wunsch auch noch einen Kommentar zu einem Video schreiben, indem man genauer darlegt, was einem besonders gefallen oder missfallen hat. Hat einem ein Clip ganz besonders gut gefallen, kann man ihn bei den Videocommunities zu den eigenen Favoriten zufügen und ihn so im eigenen Profil wesentlich leichter wiederfinden. Auch ist es möglich, die Videos von bestimmten Nutzern zu abonnieren, so dass man immer auf dem neuesten Stand ist, wenn der entsprechende Nutzer einen neuen Clip online gestellt hat. Wer betrachtete Videos zu seiner Playlist hinzufügt, kann diese später als Gesamtfilm hintereinander anschauen, ohne diese nochmal anklicken zu müssen. So kann man sich sein eigenes Fernsehprogramm nach Wunsch zusammenbasteln.
MyVideo
ist ein deutschsprachiges Videoportal aus Rumänien, auf dem Nutzer Video-Clips hochladen und ansehen können.
Die Maximallänge der eingestellten Clips beschränkt sich bei MyVideo auf 10 Minuten bzw. 100 MB. Die Videos können entweder als Link oder mithilfe des einbindbaren MyVideo-Abspielers in Blogs oder auf anderen Webseiten eingebunden werden.
Entwicklung
MyVideo wurde im April 2006 gegründet. Risikokapitalgeber war unter anderem der European Founders Fund. In Deutschland wird MyVideo von der Magic Internet GmbH mit Sitz in Berlin vertreten. Dessen Geschäftsführer sind Manuel Uhlitzsch und Frank Biedka. Manuel Uhlitzsch trat die Nachfolge von Christian Vollmann (früher u.a. iLove und Jamba!) an, der von April 2006 bis April 2008 Geschäftsführer der Magic Internet GmbH war. MyVideo.de wird von SevenOne Interactive vermarktet. Pressekontakt ist die piâbo medienmanagement GmbH.
MyVideo-Show
Vom 22. Dezember 2006 bis Dezember 2007 präsentierte Annika Kipp (bekannt aus dem Frühstücksfernsehen) in Sat.1 jeden Freitag um 23:45 Uhr die besten selbstgedrehten Clips im Angebot von myvideo.de. Die Gäste verabschiedeten sich am Ende der Sendung mit einer Videobotschaft an alle Zuschauer. Nach einem Jahr Laufzeit wurde die Show abgesetzt.
YouTube
ist ein am 15. Februar 2005 von den drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim gegründetes Internet-Videoportal mit Sitz in San Bruno, Kalifornien, auf dem die Benutzer kostenlos Video-Clips ansehen und hochladen können. Am 9. Oktober 2006 gab Google die Übernahme von YouTube bekannt.
Auf dieser Internetseite befinden sich Film- und Fernsehausschnitte, Musikvideos und selbst gedrehte Filme. Sogenannte „Video-Feeds“ können in Blogs gepostet, oder auch einfach auf Webseiten über eine Programmierschnittstelle (API) eingebunden werden. Rund 3/4 aller Videoportalnutzer im Internet nutzten die Dienste von Youtube.
Nutzung
Die Popularität von YouTube lässt sich aus der großen Gemeinschaft erklären, die Video-Dateien hochladen, bewerten und kommentieren kann.
YouTube ist seit seiner Gründung rasant zum führenden Videoportal im Internet aufgestiegen. Nach dem Erfolg von YouTube versuchen in Deutschland die privaten Fernsehsender, auf den Zug aufzuspringen. Im August 2006 bekannte sich RTL als Initiator der Video-Community Clipfish, nur wenige Wochen später beteiligte sich ProSiebenSat.1 Media mit 30 Prozent am Konkurrenten MyVideo. Dennoch ist YouTube auch in Deutschland weiterhin Marktführer.
Statistik
Täglich werden etwa 80.000 neue Videos hochgeladen und 110 Millionen Clips angesehen. Von Nutzern beanstandete oder als anstößig gemeldete Videos werden von YouTube-Mitarbeitern überprüft und gegebenenfalls gelöscht.
Nach Berechnungen des US-Unternehmens Ellacoya Networks ist YouTube verantwortlich für 10 Prozent des gesamten Internet-Datenverkehrs und 20 Prozent des HTTP-Aufkommens.
Urheberrecht
Ein weiterer Kritikpunkt liegt darin, dass die Nutzer beim Hochladen von Videos vielfach das Urheberrecht verletzen. Viele schätzen YouTube jedoch genau aus dem Grund, da sie so an urheberrechtlich geschütztes Material kommen, ohne dafür bezahlen zu müssen.
Einige Videos, vor allem Musikvideos, werden im Nachhinein zurückgezogen, da für die Künstler viel Geld verloren geht.